Bericht vom 11.10
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Hello zusammen,
Am Dienstagmorgen sind wir wieder früh aufgestanden: 5:30 Uhr scheint die neue Standardzeit zu sein. Das Prozedere relativ klar: Zelte abbauen, frühstücken und dann schnell zum Ziel für die nächsten zwei Nächte aufbrechen: ins Okavango Delta. Am Anfang noch ein Zungenbrecher, inhaltlich aber das nächste Highlight der Reise. Im weltweit größten Binnendelta mündet das Wasser des Okavango das Wasser der Berge aus Angola. 70% des Wassers verdunstet hier aufgrund der Hitze, ein bisschen was versickert aber noch. Zwischen 12000 und 18000 Hektar Wasser je nach Jahreszeit überdecken das Delta. Das Wasser braucht ca. 5 Monate, bis es aus Angola im Delta ankommt.
Guten Morgen Audi Camp
Unser neues Auto wird beladen - vom Truck zum umgebauten 4x4 Landcruiser
Duffel bleiben im Camp zurück
Ein kleiner Überblick
Gegen 7:30 Uhr wird unser neues Fahrzeug bezogen - die Duffels bleiben im Audi Camp, nur ein Tagesrucksack plus Schlafsack/Kissen kann pro Person mitgenommen werden. Dennoch wird der Anhänger voll: alles was wir im Delta allgemein brauchen werden, muss mit: Essen, Zelte, Stühle, Tisch und Kochutensilien.
Die erste Etappe findet zunächst mit dem Auto statt - wir fahren zum Pier des Dorfes Pititi zur Anlegestelle Ditshiping, wo eine Gruppe von Bayei (Flussbootfahrer) auf uns wartet. Vorbei am Büffel Zaun nimmt die Tierdichte auf einmal zu: die ersten Giraffen und Antilopen werden gesichtet. Noch am Anfang verlieren wir auf einmal unseren Hänger mit dem Gepäck, ohne es zu merken. Irgendwann meinte der Fahrer zu Patrick: „I don’t see the trailer anymore“. Patrick sagt; „Are you serious?“ Ja, er meinte es ernst. Wir drehen also um und suchen den Hänger und werden zum Glück nach wenigen Kilometern fündig. In echtem Teamwork wird der Hänger geborgen und wieder angebracht. Das hätte auch ins Auge gehen können.
Es wurde langsam feucht
Beginn des Deltas
Wir überqueren viele Brücken, die man braucht, wenn viel Wasser da ist
Trailer gefunden
Unsere kleine Panne
Danach ging es weiter
Unsere Bootsanlegestelle
Nach einer weiteren Stunde Fahrzeit kommen wir am Pier an. Leider ereignet sich beim Aussteigen ein Unglück: Gerlinde fällt bzw. verliert den Halt und stürzt beim Aussteigen. Ergebnis: Hand gebrochen, sah sehr unschön aus. Sehr traurig, sie muss mit dem Fahrer zurück nach Maun zum Dok - wir schienen provisorisch und verabreichen noch eine Schmerztablette. Karin bleibt bei uns. Wir erhalten dann eine Einweisung der Flussbootfahrer - 2 Personen pro Boot, tiefer Schwerpunkt und kein balancieren - das übernehmen die Bayei. Ein wenig wie die Gondoleren in Venedig. Die Fahrt in unser Camp dauert nur ca. eine Stunde. Highlight der Fahrt: wir treffen auf Elefanten die im Wasser trinken bzw. sich abkühlen - ein echtes Spektakel. Sonnenschutz ist das A&O; der Planet brennt, Schatten Fehlanzeige.
Unsere Boote - hier gibt es nur Handbetrieb
Los geht's
Spektakulär: wir beobachten auf der Fahrt Elefanten beim Baden
Wir waren ganz nah - aber immer mit genügend Abstand
Tolle Pflanzenvielfalt
Augen immer offen
Im Camp haben wir die Hilfe der Bayei, die mit uns bleiben. Wir bauen die Zelte auf und imbissieren zu Mittag. Nächstes Spektakel: Elefanten auf der anderen Uferseite, sie kommen wie gerufen. Ein kurzes Briefing bekommen wir von Patrick und Carlos: immer im Camp bleiben; falls Tiere kommen und ggf. durchlaufen - ruhig bleiben und nichts unternehmen. Eine Einweisung in die Buschtoilette und Eimerdusche folgen. Auch ganz wichtig: nachts auf der Toilette - nur zu zweit und hinter das Zelt, vorab muss mit der Stirnlampe nach Tieren geschaut werden. Falls Augen reflektieren, bleibt man im Zelt. Ansonsten gibt es kein Strom, kein fließendes Wasser - nur das aufgebaute Camp mitten im Busch.
Zelt steht, kleines Feuer im Camp 24/7 an: tagsüber warmes Wasser (Abwasch, Dusche etc.); abends Lagerfeuer; morgens heißes Wasser für Tee/Kaffee
Die erste Buschtoilette steht
Elefanten auf der anderen Uferseite beim Lunch
Immer am Spotten, Kamera stets bereit
Wir machen dann eine Mittagspause und 16:30 Uhr geht es los zur Buschwanderung. Patrick bleibt und bereitet das Abendessen vor - Carlos (Führer der local Gruppe) und ein Kollege führen uns ca 2,5h für 3km durch den Busch. Sie zeigen uns Spuren und wir sehen Tiere aus der Ferne aber doch hautnah: Impalas, Elefanten, Warzenschweine und andere Antilopen. Auch sehr viele Vögel gibt es im Delta, aber da kennen wir uns nicht so gut aus und wissen es vermutlich nicht zu schätzen. Angeblich aber ein Eldorado für Vögel Liebhaber. Wir sind nur zu Fuß unterwegs und haben keinen Schutz - daher ist äußerste Vorsicht geboten. Es gab auch schon Gruppen, die auf Löwen oder einen Leoparden gestoßen sind. Man soll ruhig bleiben, sich nicht weiter nähern und langsam zurück gehen - dann soll angeblich nichts passieren, wir vertrauen unseren Guides, die hier im Delta geboren wurden und aufgewachsen sind. Sie wissen jedes geknickte Grashalm zu deuten.
Carlos zeigt uns Spuren von Tieren - Löwen waren dabei
Wir erleben den Sonnenuntergang - jetzt aber schnell ins Camp
Schönes Licht
Pünktlich zum Sonnenuntergang kommen wir in einem Stück zurück im Camp an. Wir konnten noch schnell duschen gehen (unsere erste Buschdusche, bitte schön sparsam bleiben, ich hatte am Ende nur noch ein paar Reste) und das Essen von Patrick genießen. Den Abend haben wir dann entspannt ausklingen lassen: Elefanten und Löwengebrüll aus der Ferne (ca. 1-2km laut der Guides) während wir den Sternenhimmel am Ufer bestaunen konnten. Auch hier kennt sich Patrick aus und hat uns auf den Jupiter sowie andere Sterne (u. a. das Südkreuz oder den Skorpion) in einer Foto Session aufmerksam gemacht. Ein echtes Naturtalent: Fotograf, Astronom, Koch und Guide - mal sehen was noch dazu kommt.
Zurück im Camp - bereit für den Abend




























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