Bericht vom 21.10.22
Der heutige Tag ist der Letzte, der offiziell zur Tour gehört. Da es aber einiges in Livingstone zu erleben gibt, ist der Tag völlig ohne Programm und zur freien Verfügung. Wir haben uns ja gestern ein Comboangebot gebucht:
- morgens: Wildwasserrafting auf dem mittleren Sambesi
- nachmittags: Sunsetcruise auf dem oberen Sambesi mit dem hoteleigenen Schiff
Frühstück with a view
Morgens um 7:45h war Treffpunkt bei uns am Hotel. Dort bekamen wir unsere Ausrüstung. Insgesamt waren es 18 Teilnehmer und wir wurden in drei Boote aufgeteilt. Vorher gab es aber noch ein Briefing eines sehr unfreundlichen Guides. Aber was soll’s, wir mussten wissen, wie wir uns im Sambesi verhalten, falls wir flippen sollten oder von Board gehen. Es hat sich ziemlich gefährlich angehört und Erik fragte irgendwann: „Warum begibt man sich freiwillig in Lebensgefahr?“
Hier ging es los - Einweisung und Ausrüstung
Er machte mir tatsächlich ein wenig Angst - vor allem wie er gesprochen hat. Komischer Kauz.
Los geht die Fahrt in einem offenen Transporter
Gegen 9h sind wir Richtung Viktoria Falls gefahren. Wir mussten den Boiling Pot wieder runter laufen, aber dieses Mal mit festen Schuhwerk. Ein älterer Herr war schon fix und fertig als wir unten ankamen, wie er das Rafting überleben soll, blieb mir ein Rätsel.
Unser Boot - in der Mitte unser Guide Emma und rechts zwei italienische Touristen. Sie ist zurzeit im Kongo zum Arbeiten und ihr Papa besuchte sie und nun machen sie eine Woche Sambia
Es dauerte etwas bis wir alle im Boot saßen. Wir machten dann noch ein paar wenige Übungen und es war sehr beängstigend, weil dort eine sehr starke Strömung war.
Als unser Guide Emma (Emanuel) uns etwas erklärte, sind wir mit einer Welle an einem Stein hängen geblieben und ich hatte keine Balance und schwups war ich weg. Abgetaucht im Sambesi. Wasser war herrlich angenehm und so konnte Emma wenigstens zeigen wie man wieder ins Boot geholt wird.
Es gab wichtige Kommandos:
Forwards: vorwärts paddeln
Backwards: rückwärts paddeln
Get down: auf die Knie und festhalten - das wichtigste um nicht rauszufallen.
"forwards"
alles ganz harmlos hier und entspannt...
"Get Down"
Jannike unten rechts schaut gar nicht erst - treu dem Motto: Augen zu und durch"
Erfrischung hatten wir an dem Tag auf alle Fälle sehr viel :)
Da war's auch wieder nass
Kamera entdeckt -hellooo
Wir waren insgesamt 4 Stunden auf dem Wasser, 21 Rapids (Strömungen) mit den unterschiedlichsten Namen. Die Rapids werden in verschiedene Stufen eingeteilt. Wir sind von Stufe 1-5 alles gefahren. Man kann sich darunter nichts vorstellen, aber Stufe 6 ist so stark, dass man diese nicht mehr macht, da es einfach zu gefährlich ist - meist sind dann die Strömungen zu eng oder wie bei Rapid 9 - ein Fels im Wasser. Von Rapid zu Rapid wurde man sicherer und es war einfach so unglaublich toll und hat so viel Spaß gemacht, dass man das gar nicht in Worte fassen kann. Die Bilder sagen alles, wir haben herzlichst gelacht als wir sie gesehen haben und wir würden es immer wieder machen! Ein absolutes To do, der Adrenalin liebt!
Halbzeit - Rapid 9 ist zu gefährlich, daher sind wir drum herum gelaufen.
In der Schlucht
weitere Bilder
Tschüss Francesco
Rapid 18 - 50% der Boote flippen - unsere Gesichter einzigartig.
Als ich die Augen aufgemacht habe, hab ich nur noch gelb gesehen..
Jannike steckt mit dem Kopf im Wasser (hinter Erik) und Fransesco ist schon weg
der Moment in dem wir flippen werden
aber wir haben es geschafft, waren nur Guide-los, denn er war schwimmen...
Angekommen am Ziel kam die Ernüchterung. Wir mussten die Schlucht hoch: 207 Höhenmeter bei 40 Grad. Pitsch nass, kaputt, aber doch glücklich kamen wir oben an. Wir mussten 45 Minuten auf den älteren Herren warten, denn auch er musste hoch laufen. Er bekam allerdings Hilfe und seine Ausrüstung wurde ihm abgenommen.
Da sind wir wieder oben
Heimfahrt - wir sind alle happy
Im Hotel angekommen gab es ein Lunch, das included war. Direkt danach ging es auf die Bootstour. Etwas stressig, da wir etwas Zeit verloren haben. Auf dem Boot war all inklusive. Drinks, Snacks und doch mehr Tiersichtungen als wir dachten. Um 18:45 waren wir wieder an Land. Auch da keine Entspannung, denn der letzte Programmpunkt war auch schon um 19:30h letztes gemeinsames Abendessen!
Burger zum Lunch
Auf dem Schiff...
Ein Eli kommt schwimmen
Ja, weiter....
Danach ist er umgekehrt, wir dachten er überquert vlt den Fluss, aber das kleine Boot ist zu nah rangefahren.
Farbenpracht
Sonnenuntergang
Wir hatten zwar kein Hunger, aber egal. Also schnell aufs Zimmer, fertig machen, Bewertungsbögen schreiben und los. Es war ein toller letzter Abend. Wir sind die letzten 14 Tage Revue passiert und haben Patrick verabschiedet. Schon traurig, wie schnell das nun alles ging - als hätte es gestern erst angefangen.
Es war ein wunderschöner, sehr spannender letzter offizieller Tag der Tour. Wir waren soo unglaublich müde, aber irgendwie wollten wir auch nicht aufs Zimmer. Aber alles hat nun mal ein Ende.

























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