Bericht vom 20.10.22
Die letzte Nacht im Zelt war nun vorbei. Und ja, Zelten in diesem Setting hat mir tatsächlich gefallen und ein wenig traurig war ich schon, dass es nun vorbei ist. Es gab gute und auch nicht so gute Nächte, es war extrem heiß und eng im Zelt, aber das drum herum war einfach so perfekt. Auch heute mussten wir wieder früh aufstehen. Zum letzten Mal wurden die Zelte abgebaut, zum letzten Mal wurde der Trailer gepackt und zum letzten Mal wurde gemeinsam mit Ngande gefrühstückt. Unsere Reise neigt sich dem Ende und das ist immer traurig..
Um ca. 7:15 Uhr ging es los Richtung Grenze nach Sambia. Wie Erik im vorherigen Blog geschrieben hat, hat Ngande uns bis zur Ausreise begleitet. Wir sind ausgereist, haben uns ein Kaza Visum geholt. Darauf mussten wir ca. 30 min warten und hat uns pro Person 50$ gekostet. Danach wurden wir von einem sambischen Fahrer abgeholt und wir sind Richtung Livingstone gefahren, das erste Mal Klimaanlage seit 12 Tagen bei 35 Grad. Kurz durch die Stadt und dann ging es weiter zu den Viktoriafällen auf der Sambia-Seite.
Kaza Visum - damit kann man 30 Tage lang so oft man möchte zwischen Sambia und Simbabwe switchen. Einen Stempel bekommst du trotzdem bei jedem Grenzwechsel. Wir haben alleine in 3 Tagen 6 Stempel erhalten
Das inoffizielle 4 Länder Eck. Namibia, Botswana, Sambia und Simbabwe. Inoffiziell, weil Namibia dort keinen Grenzposten hat.
Die Grenzbrücke ist noch sehr neu, knapp 2-3 Jahre und von den Chinesen gebaut. Vorher gab es nur ein Fährbetrieb, was natürlich deutlich länger dauerte. Auch heute warten LKW-Fahrer tagelang bis sie die Grenze passieren können - total ineffizient. Verderbliche Ware muss allerdings nicht warten und darf vor fahren.
Patrick hat während der Fahrt viel erzählt:
Sambia hat insgesamt 19 Mio Einwohner. Im 13. Jahrhundert kam die schwarze Bevölkerung ins Land und erst im 18. Jahrhundert die weiße Bevölkerung. Der Name Sambia ist entstanden auf Grund des Flusses - Sambesie, denn es gab früher 73 Stämme im Land und man wollte einen neutralen Landesnamen, damit man keinen Stamm bevorzugt. Auch gab es 72 verschiedene Sprachen in dem Land, denn jeder Stamm hatte seine eigene Sprache, bis auf zwei, die sich eine Sprache teilten.
Britische Kolonien kamen nach Sambia, denn das Land hatte sehr viele Bodenschätze unter anderem Gold, Diamanten und sehr viel Kupfer. Noch heute ist Sambia eines der größten Kupferlieferanten der Welt.
An den Fällen angekommen sind wir zu diversen Aussichtspunkten. Es ist absolut verboten die Füße ins Gewässer zu halten und auf den Steinen im Wasser zu klettern, denn nur ein falscher Tritt bedeutet, dass die Strömung dich wegreißen kann. Patrick erzählte, dass vor einigen Jahren bei einer Tour von Sunways ein Tourist genau das getan hat und ins Wasser gefallen sei. Der Guide konnte ihn retten und der Tourist überlebte – leider nicht der Guide und hinterließ Frau und Kinder.
Angekommen
Die Fälle von oben - aktuell ist Trockenzeit und die Viktoriafälle auf der Sambiaseite haben kaum Wasser
Aber ein bisschen Wasser ist da
Zwar mit Guide, aber Patrick hat nur den Kopf geschüttelt
Auch findet man hier ein sehr großes Denkmal von David Livingston, ein britischer Missionar, der Afrika erforschte. Von 1853 – 1856 durchquerte er zu Fuß ganz Südafrika. Dabei entdeckte er auch die Viktoriafälle im Jahr 1855 und taufte sie nach dem Namen seiner englischen Queen als Dankeschön, dass sie ihn mit der Forschung von Afrika unterstützte. David Livingstone unterstütze das Land und versuchte vieles zu ändern, so auch die Sklaverei zu unterbinden. Er ist ein sehr geschätzter Mann in Südafrika. Mit 60 Jahren starb er an Malaria in Südafrika. Livingstone betonte immer, dass sein Herz Afrika gehört, so entnahmen ihn seine treuen Weggefährten – Susi und Chuma (Sklaven die er befreite) sein Herz und vergruben es unter einem Baobab-Baum, während sein Leichnam zurück nach London gebracht und dort beigesetzt wurde.
David Livingstone 1813 - 1873
Wir hatten 2 Stunden Zeit selbst in dem Park rum zu laufen. Es gab letzten Endes zwei Wege, einmal hinunter in die Schlucht – den Boiled Pot oder zur Brücke. Beides würde man in der Zeit nicht schaffen. Da es nur hier in Sambia zur Schlucht runterging, entschieden wir uns für diesen Weg. Viele unzählige Treppen gingen runter und die Luft wurde immer kühler. Es war super schön. Aber auch dort sind wir natürlich nicht zum Wasser. Sondern saßen auf den Steinen und genossen den Ausblick. Nach 20 min sind wir wieder hoch – nass geschwitzt – haben wir uns was zu trinken geholt. Pepsi 0,5l 1$ - günstig, damit hätte ich nicht gerechnet. Da wir noch genug Zeit hatten, sind wir natürlich noch zur Brücke und konnten auch die Fälle von oben betrachten. Es war herrlich, aber die Hitze war brutal.
Los gehts...
Der Blick von oben auf die Grenzbrücke. Links Sambia - rechts Simbabwe. Wenn man über die Brücke läuft, ist man sozusagen in keinem Land eingereist.
Die Schlucht - Boiled Point
Was man runter geht, muss man auch wieder hoch.
Wir verlieren aber nicht den Spaß - gut hier ging es noch abwärts
Viktoriafälle - im Hintergrund die Simbabwe Seite
Hello
Um 13 Uhr sind wir ans Auto – natürlich Tourishops ohne Ende, aber wir sind schnell ins Auto in die Klimaanlage und haben uns nicht vollquatschen lassen. Da wir alle Hunger hatten sind wir in unsere Lodge. Die Waterfront Lodge. Sehr schön, aber etwas in die Jahre gekommen, liegt direkt am Sambesi. Hier gab es Mittagessen. Für Erik einen Burger und für mich ein Wrap. Im Anschluss schauten wir uns die Aktivitäten für den nächsten Tag an, die man dazu buchen konnte. Wir entschieden uns gemeinsam mit Jannike und Audrey für ein Comboangebot – mehr dazu im nächsten Beitrag. Danach hatten wir Freizeit. Während alle im Zimmer waren und aufräumten oder unter die Klimaanlage schliefen, haben Erik und ich uns an den Pool gelegt. Im Wasser waren wie nicht, aber ein kleines Nickerchen haben wir gemacht. Der erste Blogeintrag wurde vollendet und dann ging es auch schon um 18:15Uhr zum Sundowner. Um 10 Minuten den Sonnenuntergang verpasst, aber das Licht war trotzdem toll. Abends bei einem gemeinsamen Essen haben wir den Tag ausklingen lassen.
Sundowner
Happy we



















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