Botswanaaaa - Fahrt ins Khama Rhino Sanctuary

Guten Morgen aus Botswana!
Botswana? Ja, genau – wir sind endlich angekommen bzw. unsere "eigentliche" Reise nach Botswana hat begonnen. Nach zwei ruhigen Tagen in Johannesburg war gestern 5:07 Uhr Aufstehen angesagt – packen und 6 Uhr zum Frühstück, da 06:30 Uhr das Briefung mit Abholung stattfinden sollte. Ziel: Botswana!

Die letzten Formalitäten wurden erledigt, alle Rechte wie immer abgetreten und die letzten Cash Zahlungen wurden getätigt (nochmal 300 USD pro Nase). Unser Guide: Patrick aus Deutschland, genauer gesagt aus Mannheim – ist seit 11 Jahren Guide und wohnt mit seiner Frau in Swakobmund (Namibia). Erster Eindruck: sehr nett!


Briefing im Frühstücksraum der Lodge

Wir starten zunächst mit vier Teilnehmern und haben einen ganzen LKW bzw. Panzer für uns, der aber sowieso nur für die ersten zwei Tage gedacht ist, an denen man sehr viele KM zurücklegt. In den Nationalparks geht es später mit offenen Allrad Safari Autos weiter. Unser heutiges erstes spannendes Ziel: Kharma Rhino Sanctuary. Mit uns dabei:
•    Guide Patrick
•    Guide Wayne (fährt ab Maun eine andere Tour)
•    Fahrer Joseph (fährt ab Maun eine andere Tour)
•    Gerlinde und Karin aus Kulmbach

Ab Maun kommen noch zwei weiteren Gäste dazu und für Wayne/Joseph bekommen wir noch einen anderen local Guide.

Das Feuerwehrauto ganz für uns

Genug Beinfreiheit vorhanden


Die ersten beiden Tage legt man die meisten Kilometer zurück um erst einmal nach Botswana zu kommen. 650km mit einer Fahrzeit von ca. 9h waren angegeben, die wir auch etwa gebraucht haben. Mit einem Delay sind wir um 7:30 Uhr losgefahren, machten zwischendurch noch in Südafrika eine 10min Pause für Toi und Einkäufe. Vorbei an Pretoria (Hauptstadt) bestaunen wir noch die abwechslungsreiche Vegetation und die berühmten Jacaranda Bäume, die aktuell beeindruckend blühen. Patrick erzählt viel von der Umgebung und Wissenswertes. Interessant: Camping Touren, so wie wir sie machen, werden nicht mehr so stark nachgefragt. Früher waren sie viel populärer. Seine Erklärung: früher machten die Jüngeren die günstigeren Camping Touren, heute machen diese Leute lieber eine Tour mit Lodges (da älter und wollen mehr Komfort). Die heute jüngeren Leute, starten direkt mit den Lodge Touren. Einige Touren werden somit gar nicht mehr angeboten, da nur noch 2x pro Jahr stattgefunden. Am Ende der Tour werden wir dann sagen können, wie es uns gefallen hat und ob wir nochmal eine Camping Tour machen werden :-)

Volle Fahrt vorraus  

Unterwegs


Nächster Stopp: die Grenze zu Botswana um ca. 13:30 Uhr. Erst in Südafrika ausgereist, dann den Fluss Limpopo auf einer Brücke überquert und dann in Botswana eingereist.

Jeweils auf einem Parkplatz ausgestiegen und in ein Gebäude getrampelt, um die Formalitäten zu erledigen. Insgesamt hatten wir Glück und mussten kaum warten – ich glaube nach insgesamt 30min waren wir durch. Ausfüllen zur Einreise mussten wir nichts – da keine Papiere vorhanden waren. Highlight: bei der Einreise in Botswana müssen die jeweiligen Schuhe und Autoreifen mit Salzwasser gereinigt werden, weil es aktuell wieder eine Maulen- und Klauenseuche gibt. Je später es wurde, desto heißer die Temperaturen. Es gibt im Truck eine Klimaanlage, aber sie schafft es auch nicht runter zu kühlen. Daher eher Fenster auf und Durchzug.

Die Grenzüberquerung auf der Brücke


Nach der Einreise machen wir dann nach ein paar KM die erste Mittagspause. Wir sind ja in einer „rustikalen“ Tour unterwegs wo sich jeder Teilnehmer auch als Teil der Crew versteht: will heißen, wir schnibbeln und kochen mit, waschen ab und bauen auch unsere Zelte selber auf und ab. Die Zutaten für unser Lunch hatten wir schon dabei: es gab Wraps mit Guaamole, Gurken, Tomaten, Feta und Soßen je nach Gusto. Sehr lecker.

Mittaspause: Wrappes 

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen


Danach ging es weiter zum Kharma Rhino Sanctuary – ohne Pause nach ca. 2h Fahrzeit waren wir da. Im Kiosk konnten wir noch ein paar Getränke kaufen und wir wechselten in ein Safari Auto mit Guide vom Park. Nashörner gibt es in Botswana fast keine mehr – die wenigen werden hier im Schutzgebiet gebündelt und sie werden vom Militär überwacht. Ich hatte zuvor gelesen, dass es nur noch eine Handvoll Spitzmaulnashörner und 35-45 Breitmaulnashörner geben würde. Ehrlich gesagt hatte ich mir daher keine soooo große Hoffnung gemacht, welche zu sehen. Gleich beim ersten Wasserloch hatten wir aber unglaubliches Glück jeweils 1 Spitzmaul- und 2 Breitmaulnashörner zu sehen – WAHNSINN! Die Kameras wurden gezückt und der Fotohagel setzte ein. Beim zweiten Wasserloch hatten wir sogar noch mehr Glück – viele Nashörner, Giraffen, Zebras und Antilopen tummelten sich am Wasserloch. Laut Guide eine ideale Zeit für Pirschfahrten: tagsüber sehr heiß (ca. 38 Grad) ruhen sich die Tiere im Schatten aus, es gibt zu der Zeit nicht viel zu sehen. Geht die Sonne langsam unter und die Temperaturen lassen nach, kommen die Tierchen raus und gehen trinken. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang und konnten noch tolle Aufnahmen machen. 

Angekommen

 

...die letzten Instruktionen 

 


Die ersten beiden Rhinos

Die beiden selben von hinten

Giraffen in Aktion
 

Noch mehr Rhinos...hinten kommt Mama mit Kind

Am Spielen



Viel los am Wasserloch

Wir - sehr zufrieden mit der Ausbeute

Nur ein paar Leute waren da


Bei der Arbeit

Tolle Kulisse - beim Sonnenuntergang

Gegen 18:30 Uhr sind wir dann los zu unserem Camp, das sich ebenfalls im Park befand – im Kharma Rhino Rest Camp. Mittlerweile war es dunkel und auf der Fahrt im offenen Fahrzeug recht frisch. Dort angekommen waren unsere Zelte schon aufgebaut und das Abendessen fast fertig; wir mussten also nicht mehr viel machen. Betten aufgebaut (Isomatte, Schlafsack, Kissen) und die Sachen in die Zelte gebracht. Danach kurz Duschen gewesen, gegessen und den Abend ausklingen lassen. So gegen 21:30 Uhr sind wir dann schon ins Bett – am nächsten Morgen mussten wir natürlich schon früh raus – Ausschlafen ist nicht.

 

Unser Camp: bestens prepariert


 Romantisches Lagerfeuer


Erstmal Koffer ausladen

Duschkabine: gar nicht so schlecht

 

Fisch aus der Pfanne

 

Unser Abendessen: Fisch mit Kartoffeln und Gemüse


Fazit: gelungener erster Tag – super viele Tiere und Nashörner gesehen – Soll erfüllt, nur hier gab es Chancen auf Rhinos.

Anmerkung von Nikki: Beim abendlichen Briefing erzählte Patrick, dass es sein kann, dass wir auch in dem Camp auf Nashörner treffen können. Meine Augen wurden riesig, damit habe ich nicht gerechnet. Der erste Schock war vorbei, dann erzählte Wayne, dass man im Okavango Delta, wo wir in zwei Tagen zwei Nächte verbringen, die Löwen neben unseren Zelten sein können. Ich fragte, ob das ein Joke ist… nein, das ist doch das schöne in Botswana – keine Zäune. Mehr kann man nicht mit der Natur verbunden sein, aber die Löwen sind nicht an uns interessiert – wir sollen keine Angst haben. Dann erzählte Gerlinde ihre Geschichten, die sie in den letzten 11 Jahren Südafrika erlebt hat – Nashörner, die sich mit dem Nashorn ans Auto gehängt haben, Löwen die auf einmal hinter ihnen saßen… Ob mich das beruhigt? Zumindest sitzen alle hier und leben und das nach jahrelangem Reisen in die Wildnis mit vielen Erfahrungen und den ein oder anderen Begegnungen. Wayne sagt, dass diese Tour eine seiner liebsten ist und das nach 14 Jahren Guideerfahrungen. Ich vertraue auf die Guides.

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