Los zum letzten Nationalpark - Chobe

Bericht vom 18.10.2022

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Unser letzter Stopp in einem Nationalpark, das heißt auch, die letzte Unterkunft mit Wildcamping. Mit repariertem Trailer ging es aber erst noch auf Pirschfahrt. Laut Ngande ist Savuti der Lionpark und ja, wir haben sehr viele Löwen gesehen. Die Pirschfahrt war wundervoll und dann ging es Richtung Chobe.

 
Noch in Savuti: Gabelracke. Wunderschöne Farbenbracht 
 
 
Giraffen und noch ganz kleine Augen

 
Nichts außer Sandstraße und kahle Bäume

 
Nachdem wir aus Savuti raus sind erstmal ein Löwe - noch voller Blut in der Mähne. Selbst Ngande hat in diesem Abschnitt noch nie einen Löwen gesehen. 
 
 
Und dann findet Patrick einen Wilddog. Diese Tiere sind absolut vom Aussterben bedroht
 
 
Obwohl diese Wilddogs eigentlich Rudeltiere sind, haben wir keinen weiteren Wilddog gesehen
 
Auf dem Weg zum Chobe Nationalpark, jedoch auf der Gegenfahrbahn, da es leicht bergauf ging. Wir mussten zwar auch durch, aber wohl einfacher...am Ende der Sandy road ein weiteres Schild: "Well done if you made it to this point - especially with a landrover"

Chobe war der erste Nationalpark Botswanas und wurde 1967 geöffnet - direkt nach der Unabhängigkeit Botswanas. Zu Beginn lebten dort noch viele Menschen, die Siedlung wurde jedoch nach und nach kleiner und seit 1975 leben keine Menschen mehr im Park. Nach der letzten Erweiterung 1987 hat der Park eine Größe von 10.566km² erreicht.

   
On the road

   
Welcome Chobe Nationalpark

 
Das erste Mal, dass sogar Ngande den Reifendruck ablässt - bei sandigen Strecken fährt man sich weniger fest.

  
 Chobe Nationalpark

 
Komplett anderer Bodenbelag als in Savuti oder Moremi

Der Name des Parks wurde nach dem Fluss benannt, der angrenzend an den Park ist. Der Chobe Fluss hat eine Gesamtlänge von 35 km und bildet die Grenze zu Namibia. An sich findet man alle Tiere dort an, außer Geparden, da der Park mit seiner hügeligen Landschaft keinen geeigneten Lebensraum für sie bildet. Geparden lieben große weite Felder, da sie mit 120km/h die schnellsten Tiere sind und somit ihre Jagd aus der Schnelligkeit besteht. So ist es leider, dass wir auf dieser Safari keine Geparden sehen werden. 

   
Hinter der Grenze: Namibia 

 Auf dem Chobe wird fleißig geangelt

 

 

Sattelstorch, an der Farbe der Augen erkennt man ob es ein Weibchen oder Männchen ist. 

Gelb: Weibchen; Schwarz: Männchen


Affen am Wasser


Kudu am Fressen


Tolles Geweih


Die Landschaft war Wahnsinn, wir sind die ganze Zeit dem Fluss entlang gefahren. Durch die Weite haben wir auch insgesamt 4 Kadaver gesehen, zwei Giraffen und zwei Elefanten: der Geruch ist schon sehr unangenehm. Leider keine Hyänen oder so, aber die Raubvögel haben gewartet.

 


Diese weite Sicht - hinter dem Fluss ist Namibia


Krokodile am Fluss


Toter Elefant

 


Geier in unmittelbarer Nähe

 


 Etwas Näher


Im Flug

 


Marabu - auch Aasfresser - schön ist er nicht gerade


Einen kleinen Schockmoment gab es…wir sind durch Tiefsand gefahren und es sah für einen kurzen Moment aus, dass wir stecken bleiben. Ehrlich gesagt, hätte das doch zu unserer bisherigen Safari gepasst, aber Ngande hat es geschafft ohne dass wir aussteigen und schieben mussten. Trotzdem hat Ngande das erste Mal richtig geschwitzt und die Kupplung bis zum Schmorren gebracht. Aber er ist eben einfach der Beste. 


Pelikan

 


Wieder Löwen - insgesamt waren es 9 Stück an diesem Fleck. Macht 33 Löwen in 6 Tagen


Von oben ans Wasser


Nochmal ein Kudu - zum Anfassen nah. Ein junges Männchen.


Nach 40 Jahren Erfahrung hat Ngande diese Safari etwas Neues erlebt - neuer Campingplatz. Er musste sogar nach dem Weg fragen. Der andere Guide war etwas verwundert, weil er selbst auf diesem Campingplatz ist. Und nun?? Ngande meinte, dass er aktuell niemanden fragen kann und wir auch zu dem Platz gehen werden. Wir machten uns auf das Schlimmste gefasst, dass wir zwischen den anderen schlafen mussten. Aber der Platz war soooo riesig, dass wir unser Auto zum Sichtschutz genommen haben und trotzdem noch 300m Platz zwischen den Zelten hatten.

 

Nachdem wir unser Camp aufgebaut haben gab es wie immer Essen. Unser letztes Essen im Busch und dann plötzlich fing es an zu regnen. Was ein Ereignis, der erste Regen in Afrika seit der Trockenzeit und wir erleben ihn. Es hat ordentlich was runter gemacht, so dass wir uns untergestellt haben. Nach kurzer Zeit war es wieder trocken und wir haben uns um das Feuer gesetzt. Aber nasser Boden bedeutet leider auch Krabbeltiere: vor allem Würmer! Der ganze Boden war voller Würmer und dann plötzlich ein SKORPION! 

 


 Unser Camp für die nächsten 12 Stunden


 Das erste Mal dass Ngande etwas nervös wurde. Skorpione und Schlangen sind nicht seins. Er wollte den Skorpion auch gerne töten, Patrick war dagegen. Ein Kind aus seinem Dorf ist wegen einem Stich vom Skorpion gestorben.  


Auch Spinnen waren plötzlich da


Um 22 Uhr hörten wir ein sehr lautes Gebrüll eines Löwen. Keine 500m entfernt laut Patrick. Irgendwie doch wieder beängstigend - gemeinsam sind wir nochmal zum Buschklo und dann schnell Zähne geputzt und ab uns Zelt! Der letzte Tag im Busch war somit beendet.

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