Schön ist anders
Toast mit Toast und etwas Rührei.
Alleine in einem kleinen Auto sind wir los. Anfangs war der Guide echt schwer zu verstehen, aber es wurde dann besser. Soweto ist nichts anderes als SOuthWEstTOwnship of Johannisburg. Soweto hat ca. 4 Millionen Einwohner. Johannisburg selbst hat 11 Millionen.
Hallo Soweto
Unser erster Stopp war das FNP-Stadion in dem die WM 2010 eröffnet und Spanien Weltmeister wurde. Wir erinnern uns alle an das Lied Waka Waka eheheh von Shakira. Insgesamt hat es eine Kapazität von 96000 Menschen. Auch heute ist es noch ordentlich in Betrieb. Unser Guide hat das Halbfinale zwischen Spanien und Deutschland dort gesehen und war sehr traurig, da sein Herz für die deutsche und brasilianische Mannschaft schlägt. Übrigens hat man Nelson Mandela dort nie zu Gesicht bekommen, da seine Enkeltochter leider einen Tag vor Beginn der WM mit 13 jungen Jahren tödlich verunglückt ist.
Das FNP-Stadion
Danach sind wir zum Markt gegangen, haben uns jeder eine Banane und eine Orange gekauft und gehörten zu den Locals. Am Auto gab es noch eine Samosa für ganze 3 Rand – umgerechnet 16cent. Von dort sind wir durch die Straßen von Soweto gefahren, haben das reiche, das mittelständige und arme Viertel gesehen.
Marktplatz - nachmittags sehr überfüllt. Zu diesem Zeitpunkt noch wenig los
Haushaltsartikel
Weiter im Inneren
Die Straße hinter dem Markt
Mittelständiges Viertel - by the way, die Wohnungen von der Stadt sind kostenlos und man zahlt keine Miete. Wie man an solche Häuser kommt, ist aber zu kompliziert zu schreiben.
Armes Viertel
Irgendwo zwischendrin. Die Schule ist für alle Kinder kostenlos - allerdings nicht die Universität. Das muss man selbst finanzieren.
Unser Guide - dessen Namen wir leider nicht verstanden haben- hat uns noch eine große Geschichte vom 19.06.1976 erzählt. Dort haben die Studenten einen Monat protestiert, da die Regierung die Sprache vom Englischen ins Afrikanische ändern wollten und die Studenten haben nach einen Monat tatsächlich gewonnen. Leider ist dort Hector Pieterson angeschossen worden und ist auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Zufällig hat ein Fotograf ein Foto gemacht als ihn sein Freund und seine Schwester trugen und somit ist er sehr bekannt geworden und es gibt sogar ein Hector Pieterson Memorial.
Memorial
Auch am Memorial - diese Mauer hat auch eine Bedeutung
Das berühmte Foto von Hector Pieterson
Nicht das beste Foto - aber die Dame in dem Rock steht täglich auf dem Memorial. Sie ist die Schwester von Pieterson, die oben rechts auf dem Bild zu sehen ist. Sie ist sozusage die Zeitzeugin und (für Bezahlung - glauben wir) erzählt sie einem ihre eigene Geschichte
Ein weiterer großer Punkt war natürlich Nelson Mandela. Er ist in Soweto heimisch gewesen. Er hatte insgesamt 4 Ehefrauen und mehrere Kinder. Seine bekannteste Frau war Winnie. Sie war ebenso bekannt für das Kämpfen für Frauenrechte. Wir haben das Haus gesehen in dem er gelebt hat und in dem er nach seiner Haft für ganze 11 Tage zurückgekehrt ist. Man hat sogar diverse Einschusslöcher in der Hausfassade gesehen. Erschrocken war ich tatsächlich, dass viele seiner eigenen Kinder und Enkelkinder schon nicht mehr leben - viele sind sehr jung gestorben, zuletzt aber eine seiner ältesten Töchter 2020 an Covid.
Das Haus von Winnie. Dort hatte sie auch gelebt. Alles videoüberwacht.
Auf der Straße vor dem bekannten Haus Manedelas - nächstes Bild.
Das bekannte Haus von Mandela Nelson - auch Winni lebte dort
Die unterschiedlichsten Geschichten zu den unterschiedlichsten Sachen
Nelson Mandela hat das Land geprägt
Nochmal vor dem Eingang ohne Menschen im Hintergrund
Sooo… jetzt aber genug Kultur…um 11:45h waren wir zurück an der Lodge. Haben uns kurz refresht und sind in die Stadt hier gelaufen. Ihr erinnert euch an den vorherigen Blog – Erik hat das Laptopkabel vergessen einzupacken… im Übrigen nicht nur das, sondern auch das Ladegerät unserer Zahnbürsten und den Wäschesack. Wenn der Kopf nicht angewachsen wäre, hätte er ihn bestimmt auch in der Küche liegen lassen. Aber ein Laptopkabel haben wir jetzt – sonst würde der Blog sicherlich nicht geschrieben werden können. Die Zähne werden dann nach einer Woche mit der normalen Zahnbürste geputzt. Alles nicht dramatisch. Nach unseren Erledigungen sind wir lecker indisch essen gegangen. Jetzt sitzen wir draußen vor der Lodge, mussten schon einmal wieder reinziehen, weil es heute etwas regnerisch ist. Aber alles nicht so wild. UND zum ersten Mal wurde heute meine Kamera gezückt, denn die Vögel sind so laut vor dem Fenster, da 4 Nester direkt davor sind.
Die schwere Entscheidung - was esse ich nur? Erik hat aber genau so lange gebraucht
Für mich ist es Paneer Tikka Masala und für Erik ein Chicken in einer Peppersoße geworden. Fazit: Es war super lecker


























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